Ausstellungen 2022



 

Am 30. April beginnt im Kunst- und Kulturkreis Wettenberg (KuKuK) eine neue Ausstellung.  Sie wird von der Kunstspinnerei gestaltet, einer Gemeinschaft mit wechselnden Teilnehmern innerhalb des KuKuKs. 

 

Normalerweise finden die Ausstellungen der Kunstspinnerei als erste zu Beginn des Jahres statt. Da aber im vorigen Jahr Corona- bedingt auf die Präsentation in der Kunsthalle verzichtet werden mußte, konnte die Ausstellung mit dem Titel  „Verbindungen (1)“ nur als Video im Netz gezeigt werden. Schon damals beschlossen die Akteure, einen zweiten Teil „Verbindungen (2)“ in diesem Jahr ganz normal als „echte“ Ausstellung in der Halle für ein „echtes“ Publikum zugänglich zu machen.

Wie im vorigen Jahr sind es Klaus Engelbach, Mareike Engelbach (Gast), Harald Kessler- Rautenhaus, Heidi Rautenhaus und Günter Wirtz, die in Gemeinschaft ihre Arbeit weiterentwickelt und verändert haben und nun neue Werke zusammen mit den früher im Netz gezeigten präsentieren.

 

Verbindungen sind die Voraussetzung für alles Existierende von den winzigen Quarks im Atomkern bis zum Universum. Im physikalischen, chemischen und biologischen Bereich verbinden sich die kleinsten Teilchen zu Atomen, Atome zu Molekülen, Moleküle zu größeren chemischen Verbindungen bis hin zu lebensfähigen Organismen.

 

Gleiches oder Ähnliches kann sich zu einem Ganzen verbinden, genau wie Unterschiedliches oder Gegensätzliches. Lebewesen sind verbunden durch die Gemeinsamkeiten der Evolution, Menschen sind verbunden durch ihre familiäre, soziale und kulturelle Herkunft. Gemeinsame Interessen verbinden Vereinigungen vom Fußballclub oder Vogelzüchtern bis zu Parteien, Nationen und zur EU. Solche Verbindungen können von Vorteil sein, aber auch Abhängigkeiten und Zwänge schaffen.

 

Auch in der Kunst gibt es natürlich Verbindungen, nicht nur im Verhältnis von Schülern zu ihren Meistern, wie es seit dem Mittelalter üblich war, nicht nur in Künstlergruppen, die sich seit dem 19. Jh. zusammenfinden, sondern auch in den künstlerischen Sicht- und Verfahrensweisen, die sich im Lauf der Zeit aus den jeweils früheren Kunststilen entwickelt haben.

 

Verbindungen im materiellen Bereich sowie im menschlichen Leben thematisiert die Kunstspinnerei auch im zweiten Teil ihrer Ausstellung.

Klaus Engelbach stellt Fotografien aus, von verbindenden Elementen des menschlichen Umfeldes- Fenster, Straßen, Türen. Seine Cicléé- Bilder thematisieren soziale und psychologische Beziehungen und Verbindungen im zwischenmenschlichen Bereich. 

 

Mareike Engelbach verbindet in ihren Arbeiten unterschiedliches Material, zum Teil selbst gesammelt, ein Wollfaden schlängelt sich mehr oder weniger versteckt um die Werke. Er verbindet die Materialien, symbolisiert aber auch den Lebensfaden. 

 

Günter Wirtz, der zu den schreibenden Mitgliedern des KuKuKs  gehört, hat sich schon im vorigen Jahr durch einige Werke von Klaus Engelbach zu Gedichten anregen lassen. Sie stellen aber keine Bildbeschreibung dar, Bild und Text stehen jeweils für sich. Der Text gibt einen Gedankenblitz zur Innen- und Außenwelt im menschlichen Leben wieder. Er hat jetzt ein neues Gedicht geschrieben, voll schlimmer Erinnerungen an Schraube und Mutter.

 

Die innige Verbindung von Schraube und Mutter thematisiert auch Harald Kessler- Rautenhaus in seinen Grafiken, darüber hinaus variiert er das Thema „Verbindungen“ in Fotografien von Paaren und Gruppen. 

 

Heidi Rautenhaus zeigt Bindungen, Verbindungen, Verbindungsnetze in Fotografie und Skulptur, in unterschiedlichen Farben, Formen und Materialien. 

Die Vernissage findet am 30. April um 17.oo Uhr statt. Die Ausstellung ist vom 30. April bis zum 22. Mai an allen Wochenenden und Feiertagen von 15.oo bis 18.oo Uhr geöffnet. Es gelten die jeweiligen Corona- Bestimmungen.

 

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"Die Poesie von Licht und Raum" (26. 3. - 18.4.2022)

 

VERLÄNGERT BIS ZUM 24. APRIL 2022!!!

 

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MICHAEL ACKERMANN präsentiert farbige Handdrucke auf schwarzer Leinwand oder schwarzem Karton. Die Handdrucke sind Einzeldrucke, die mit Druckrollen und Linolfarbe auf Styroporplatten angefertigt werden. Die Motive kreisen um den Widerspruch zwischen Natur und Technik, offenen und geschlossenen Räumen, ländlichen und industriellen Situationen. Naturpoesie trifft dabei auf die „Poesie“ von technoiden Oberflächen. Manche Bildräume werden von Seilen und Drähten durchzogen, betonen zugleich Fragilität und Flexibilität. Einige Motive treten doppelt oder dreifach auf, in farblichen Variationen verändern sich die Stimmungen. Handlungsorte sind Dreihausen und Apulien, Fensterblick und Waldlichtung, Stahlwerk und Gallipoli, Fischfanganlagen und Raumfantasien.

 

„So gottlos dumm der Sterbliche der Städte in Asche liegt …“ Dieser Satz aus den „Troerinnen“ von Euripides inspirierte ANTONIA MÖSKO zu ihrer Skulptur „Friedensbücher“. Trotz vieler kluger Worte, Theorien und bedeutender Analysen verhält sich die Menschheit unmenschlich, zerstörerisch. Der Bücherturm ist eine leere, tönerne Hülle. Die Oberflächen der Bücher, wie auch die der anderen Tonobjekte, sind im Gegensatz zu ihren weichen, fließenden Formen voller Schrunden, Brüchen und Kanten. Die Bearbeitung mit Engoben und Oxyden ergeben eine Farbigkeit, die an Brand und Asche erinnert. 

 

Die Flüchtigkeit von Sprache und Poesie wird in der Installation „Wörter“ zum Ausdruck gebracht. Die aus gerollten Zeitungsseiten bestehenden Stäbe sind beschrieben mit Gedicht- und Liedzeilen. Die luftige Hängung symbolisiert die Freiheit der Literatur.

 

Der Maler REINER PACKEISER zeigt 26 Bilder zum Thema Begegnung. Ein Vater mit seinem Sohn, drei Freunde die gemeinsam in die Ferne blicken, Tango Tanzende, Streitende und weitere Motive. Diese Bilder erzählen Geschichten vom Leben. Seit einigen Jahren malt er ausschließlich in Schwarz-Weiß, mit Grafitpulver auf Büttenpapier. Dem Licht kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Eigentlich kann man sagen, dass er Licht malt. Seine Bilder wollen Räume öffnen, zum Nachdenken und Spüren anregen.

 

Die Malerei ist für ihn eine Möglichkeit dem Leben näherzukommen und es etwas mehr zu verstehen. Dabei konzentriert er sich auf das Licht und den Schatten. Die Konturen, das Begrenzende, verlieren im Malprozess an Bedeutung. Packeiser sagt: Licht lässt uns sehen und fühlen, manchmal erzeugt es ein Kitzeln oder gar einen Geruch oder Klang. Licht kann heiter stimmen oder traurig. Auch die Sehnsucht ist eng mit dem Licht verbunden. Dieses Licht und diese sinnliche Erfahrung möchte er malen; es spürbar machen.

 


(Isc). Der Frühling steht in den Startlöchern, die Kraniche kommen zurück, die Krokusse entfalten sich, und in der Kunsthalle des Kunst- und Kulturkreises Wettenberg (KuKuK) entfaltet sich am 26. Februar die erste Ausstellung in diesem Jahr.

 

Es ist eine analoge Ausstellung, nicht nur virtuell im Netz.

 

Der Sehnsuchtsorte sind heute viele- die Urlaubsziele, zu denen man doch endlich wieder „einfach so“ hin möchte, das ganz normale Shopping im Warenhaus oder der Besuch in der Disco, dem Restaurant oder dem Kino- nach all diesen Orten sehnen wir uns hin.

 

Manchmal ist der Sehnsuchtsort der Weltraum, ein andermal das eigene Kopfkissen, manchmal das Büro oder das Fitness- Studio, ein andermal der gut gefüllte Kühlschrank.

 

Auch auf geistiger Ebene läßt sich ein Sehnsuchtsort anstreben- ein emotionaler Zustand der Begeisterung oder der Gelassenheit, vielleicht auch ein Erfolg, bei dem man einmal ganz oben auf dem Treppchen steht.

Zwischen Universum, Kühlschrank und Siegertreppchen sind wohl auch die Sehnsuchtsorte der 14 Kunstschaffenden angesiedelt, die diese Ausstellung gestalten- elf Vereinsmitglieder und drei Gäste.

 

Michael Ackermann zeigt Sehnsuchtsorte in Handdrucken, Johannes Eucker in ironischen Cartoons mit hintergründigem Humor.

 

Vera Bennung Corominas hat das Grimm´sche Märchen von Däumelinchen illustriert, die erst nach gefährlichen Irrfahrten ihren Sehnsuchtsort und einen Partner findet.

 

Cornelia Barthold (Gast) malt ihre Bilder gerne mit Fineliner, Buntstiften und Wachsmalkreiden. Fast immer arbeitet sie auf dem Fußboden ihres Wohnzimmers, den man so vielleicht auch als Sehnsuchtsort interpretieren könnte.

 

Bernd Rosenbaum bringt Horizontbilder in Druckfarben auf Metallplatten, Gabriele Herlitz emotionalen Farbrausch. Johanna Reckler, als Gast dabei, bevorzugt große Formate, um ihren Gefühlen während des Malprozesses freien Lauf lassen zu können.

 

Mit Schichten aus Spachtelmasse und Pigmenten gestaltet Angelika Eichenauer ihre Bilder, Gabriele Köhlinger, neu im Verein, bevorzugt ungegenständliche Malerei, am liebsten mit dem Spülschwamm. Sand und andere Materialien fügt sie hinzu.

 

Barbara Ritzkowski, Cornelia Hollaender und Lea Herlitz (Gast) zeigen Fotografien, Barbara Yeo-Emde erweitert ihr künstlerisches Spektrum von der Fotografie in andere Bereiche. Ingrid Wortmann-Wilk bringt eine Fotocollage und trügerisch naive Malerei. 

 

Die Ausstellung läuft vom 26. Februar bis zum 20. März. Die Kunsthalle ist an den Wochenenden von 15 bis 18 Uhr unter den geltenden Corona- Regeln geöffnet. Eine Vernissage findet nicht statt, aber vielleicht wird eine Finissage möglich sein.

 


 

Fotos vom Aufbau

 

Der Kunst- und Kulturkreis Wettenberg -KuKuK- e.V. stellt ab 14 Januar in der Ev. Familien-Bildungsstätte aus. 

 

10 KuKuK-Mitglieder zeigen ca. sechzig Werke. Neben Holzobjekte sind eine Reihe von Gemälden und Fotografien zu sehen. Die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler sind: Vera Bennung Corominas, Dieterich Emde, Ulrike Kirschbaum, Marita Meurer, Barbara Ritzkowski, Ines Scheurmann, Dieter Weiß, Ilse-Marie Weiß, Ingrid Wortmann-Wilk, Barbara Yeo-Emde. Es sind zum größten Teil langjährige Mitglieder des Vereins, die in unterschiedlichen Techniken arbeiten. 

 

Der Kunst- und Kulturkreis Wettenberg -KuKuK- wurde am 29. Januar 2003 mit Unterstützung der Wettenberger Gemeindevertretung von überwiegend Wettenberger Bürgerinnen und Bürger gegründet. Am 15. Februar 2006 hat er sich als Wettenberger Verein eine rechtliche Form gegeben.

 

Zweck des Vereins ist, das kulturelle Angebot in Wettenberg und in der Region zu fördern und zu vergrößern. Der Kunst- und Kulturkreis Wettenberg -KuKuK- tritt ein für die Freiheit und die Vielfalt der Kunst und folgt einem weiten Kunst- und Kulturbegriff. Hierzu gehören neben der bildenden Kunst im engeren Sinne auch die so genannten neuen Medien (Fotografie, Film/Video, Computer), außerdem Kunstobjekte, Performance, Installation, Environment, Comics, Cartoons, Plakatkunst, u. a., sowie Kunsthandwerk, Design, Musik, Schriftstellerei und Kleinkunst. 

 

Zu allen anderen Künsten und zur Zusammenarbeit mit vergleichbaren Gruppierungen und Einzelpersonen in der Region besteht ein Verhältnis der Offenheit. Kooperationen werden, wo noch nicht vorhanden, angestrebt. Seit 2003 bis heute wurden über 500 Events, davon über 150 Ausstellungen und 50 Veranstaltung in der Halle vom und mit dem KuKuK gestaltet. Die Webseite www.kukuk-wettenberg.de gibt einen Überblick über die Tätigkeiten des Vereins.