Wachsen (13. Januar bis 5. Februar 2017)

 Der Kunst- und Kulturkreis Wettenberg eröffnete seine Ausstellungsreihe in diesem Jahr mit Künstlern der „Kunstspinnerei“, einer Arbeitsgruppe innerhalb des Vereins. Diese hatte sich das Thema „wachsen“ ausgesucht.

 

 

Präsentiert  wurden Malerei, Fotografie (auch in Begleitung von Texten), Objekte und Installationen von Klaus Engelbach, Dörte Kohl, Heidi Rautenhaus, Peter Rolke und Brigitta Seibert. 


Veranstaltung Wintergenüsse - Wintergemüse:

Finissage mit Günter Würtz:

 

„Wachsen“ ist ein Prozess, bei dem etwas zunimmt oder mehr wird. Dieser Prozess kann Organisches betreffen, Pflanzen, Tiere und Menschen. Er kann auch bei Unorganischem ablaufen: Kristalle aus Zucker, Salz oder Quarz können sich bilden und größer werden. Er kann auch Immaterielles betreffen: Angst kann wachsen, Frustration oder Liebe. In jedem Fall beginnt Wachstum an einem Punkt, an einer Stelle, in einer Situation, die durch irgendetwas bedingt wurde. Für „Wachsen“ gibt es immer einen Anlass, einen Auslöser. Kennt man den Auslöser, dann kann man „Wachsen“ bewusst herbeiführen oder vielleicht auch stoppen, sollte es sich um ein krankheitsbedingtes Wachstum handeln. „Wachsen“ kann linear verlaufen oder auch flächig nach allen Seiten oder dreidimensional, im Raum. Überhaupt lässt sich durch Verwendung von Vorsilben das speziell gemeinte „Wachsen“ genauer kennzeichnen: etwas kann anwachsen, jemand kann aufwachsen, etwas kann sich auswachsen, etwas kann bewachsen sein, Menschen wachsen heran, Blumen können aus einem Behältnis hervor wachsen, jemand kann kleinwüchsig sein oder sogar verwachsen. „Wachsen“ kann bei Menschen Emotionen auslösen, positive, wenn man z.B. seine Kinder oder Enkelkinder aufwachsen sieht, negative, wenn z.B. der Schuldenberg wächst. Wie auch immer wir die Sache sehen: Im Leben sind wir von vielerlei Arten des Wachsens umgeben, wir können uns nicht entziehen. Wenn man es genau nimmt, sind wir sogar im Tod mit Wachstum verbunden, denn ohne unser Ableben würde das Wachsen der Menschenzahl auf der Erde zu einem beengenden Gedrängel führen und das Aufwachsen unserer Kinder und Kindeskinder sehr erschweren.