Ausstellungen 2021 

Leider wissen wir nicht, wann die KuKuK-Halle wieder geöffnet werden kann.  Wir hoffen, dass es bald zugelassen wird. Wir empfehlen, dass Sie immer wieder auf unsere Hauptseite schauen, um auf dem Laufenden zu bleiben.


 

13. März 21

"fünf"

 

Ein KuKuK-Ausstellungsprojekt mit Werken von Liesel Haber, Cornelia Hollaender, Barbara Ritzkowski, Elisabeth Springer-Heinze, Mechthild Veil 13. März bis 5. April 2021 Vernissage: Samstag, 13. März, 16.00 Uhr Finissage: Oster-Montag, 5. April, 16.00 Uhr

 

Die Ausstellung ist auf jeden Fall als Stream vom 13. März an auf der KuKuK-Website zu sehen: www.kukuk-wettenberg.de

 

Wenn die Pandemiebedingunen es erlauben, ist die KuKuK-Ausstellungshalle an Sonn- und Feiertagen von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Aktuelle Informationen findet man immer auf der KuKuK-Website.

 

Der Kunst- und Kulturverein Wettenberg („KuKuK“) bemüht sich in seinen Ausstellungen immer wieder um neue künstlerische Kombinationen, die auch über lokale Positionen hinausgehen. Im Ausstellungsprojekt „fünf“ begegnen sich ab dem 13. März die Werke von fünf Künstlerinnen: Liesel Haber aus Kirchhain, Cornelia Hollaender aus Wettenberg, Barbara Ritzkowski aus Biebertal, Elisabeth Springer-Heinze aus Wiesbaden und Mechthild Veil aus Frankfurt/M.

 

Liesel Haber präsentierte sich bisher vorwiegend mit Malerischem auf Papier und Leinwand. Ihre heimliche Liebe jedoch gilt dem Leporello, auch Faltbuch genannt. Die Knicke der Faltbücher ignoriert sie, so dass beim Aufschlagen zweier, dreier oder mehrerer Seiten immer wieder neue Szenerien entstehen. Sie übermalt, bedruckt, collagiert und/oder zeichnet. Mal entsteht mehr oder weniger Gegenständliches, mal vorwiegend Abstraktes. Das Leporello „Jede Mücke zählt“ hat das Insektensterben zum Thema. Auf „wackeligen Füßen“ steht die Arbeit „Das Jahr 2012“, eine Folge des Besuches der Documenta 14 in Kassel, doch umso stabiler ruhen die Baumstämme des großen Leporellos „Alexis Sorbas“.

 

Cornelia Hollaender arbeitete lange mit Aquarell/Aquarellkreide, Acryl; Mischtechniken; Collagen; Materialbildern (Sand, Erdpigmente) und Assemblagen. In den letzten Jahren konzentriert sie sich jedoch auf Fotografie und Foto-Grafik. In dieser Ausstellung präsentiert sie vornehmlich farbige Fotografie mit Marokko-Motiven. Es sind intensive Eindrücke aus nunmehr vier Reisen, die im Spannungsfeld zwischen Kulturstädten und ländlichen Regionen liegen. Flüchtige Momente in den Straßen korrespondieren mit langsamen, teils intensiveren Annäherungen an Menschen und Interieur, Farben und Formen. Die Bilder künden vom Enthusiasmus der Fotografin für Land und Leute.

 

„Nordlandreise“ heißt die Fotoserie von Barbara Ritzkowski. Im Winter war sie mit dem Schiff auf den Hurtigruten entlang der norwegischen Küste bis zum Nordkap unterwegs. Fotografisch zieht sie den Betrachter mit in den Bann der Polarnacht. Lässt ihn einen Schauer über den Rücken laufen beim Anblick der auf dem Meer treibenden Eisschollen im Vollmondlicht. Durch das Fehlen des Tageslichts kommt die Kamera an die Grenze des Darstellbaren, eingeschränkt auch durch die Bewegung des Schiffes, begleitet von Regen, Schnee und Kälte, dafür stundenlang „Blaue Stunde“. Eintauchen und wieder Auftauchen aus der Polarnacht, Reduktion von Licht, Farbe und Formen, spielen mit Reduktion und Abstraktion, zeigt die Fotografin mit ihren Farb- und Schwarzweißfotografien.

 

Elisabeth Springer-Heinze ist seit 2001 Mitglied im Atelier Römerberg e.V., Wiesbaden. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Zeichnung und Collage. Ihre Inspiration sucht die Künstlerin bei Spaziergängen durch Wald und Feld. Kahler Forst, verdorrtes Gerank, die Streu auf dem Waldboden, Felsen, knorrige Wurzeln, bemoostes Unterholz, Bachläufe, Brackwasser und schlierige Tümpel regen sie zu ihren Werken an. Mit ihren Collagen, Assemblagen und Zeichnungen mit Tusche, Acrylfarbe und Seidenpapier arrangiert sie die Naturphänomene neu, mit frischem Blick und doch seltsam vertraut.

 

Mechthild Veil beschäftigt sich seit den 1980er-Jahren intensiv zunächst mit Schwarzweiß-Fotografie, später auch mit Malerei, Zeichnung und Collage. Sie experimentiert mit unterschiedlichen Maltechniken und Kompositionen. Collagen z.B. sind für sie ein Spiel, bei dem sie eigene Fotos recycelt oder auch Ausschnitte ihrer Bilder, oder sie produziert mittels Reißtechnik neue Räume und Perspektiven. In der Malerei gibt es in der Ausstellung eine Serie zu Bewegung und Tanz, in der sie mittels Spachtel die gemalten Körper auf ihre Bewegungsabläufe reduziert. Sie erforscht auch die Ausdruckskraft von Linien in Malerei und Grafik.

 

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21. Februar 21

Gemeinschaftsausstellung

Eine virtuelle Ausstellung

 

Isc): Die neue Ausstellung des Kunst- und Kulturkreises Wettenberg (KuKuK) (Corona bedingt natürlich nur im Netz) lockert die Härten des Lockdowns und gießt ein wenig Sonnenwärme ins eingefrorene Gemüt. 15 Kunstschaffende nehmen daran teil: 14 Vereinsmitglieder und ein Gast.

 

Das Spektrum der Ausstellung reicht von den untergründig ironischen Werken von Johannes Eucker über skurrile Objekte und Fotografien von Anne Zaha bis zu Märchenillustrationen von Vera Bennung Corominas und den Handdrucken von Michael Ackermann.

 

Lyrische Abstraktion in expressiver Farbigkeit zeigen die Acrylbilder von Gabriele Herlitz und Marita Meurer sowie die mit Druckfarben ausgeführten Werke von Bernd Rosenbaum, während Dieterich Emde naturalistische Bilder präsentiert. Silke Eißfeller, gerade neu in den KuKuK eingetreten, hat experimentelle, farbbetonte Arbeiten beigesteuert, die in Aquarell-, Tusche- und Mischtechniken an Blumenmotive angelehnt sind. 

 

Fotografie ist das künstlerische Medium von Horst Wolcke und Barbara Yeo Emde, die in ihren Bildern das Interesse an Menschen und die Schönheit der Welt feiern. Klaus Engelbach und Dieter Kiausch bearbeiten ihre Fotografien digital, sie erscheinen unwirklich und manchmal ein wenig unheimlich. 

 

Dieter Weiß, der in analogen Ausstellungen meist gedrechselte Holzobjekte zeigt, präsentiert hier Videos über seine Objekte. Eines davon entstand in Zusammenarbeit mit Johannes Eucker: Eine virtuelle Eucker - Plastik und ein Gedicht von Dieter Weiß - unwirklich in der alltäglichen Realität, real nur in der virtuellen Wirklichkeit. 

 

Der Gast Reiner Packeiser, zum ersten Mal im KuKuK dabei, malt sehr lebendige Menschenbilder, indem er Graphitpulver mit Filzblöcken auf Büttenpapier aufträgt. Licht ist ihm noch wichtiger als die menschliche Gestalt, er macht es sichtbar, indem er Schatten hinzufügt. 

 

Hier klicken, um das Ausstellungsvideo auf der KuKuK-Homepage anzuschauen.

 

 

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16. Januar 2021

Verbindungen

 Virtuelle Ausstellung der Kunstspinnerei

  

 

 

Verbindungen I ist die erste digitale Kunstausstellung der >Kunstspinnerei< im KuKuK. Die Kunstspinnerei ist eine Gemeinschaft innerhalb des KuKuKs, die in wechselnder Zusammensetzung die jeweils erste Ausstellung im Jahr gestaltet.

In diesem Jahr sind es Klaus Engelbach, Mareike Engelbach (Gast), Harald Kessler-Rautenhaus, Heidi Rautenhaus und Günter Wirtz, die 2020 ständigen Kontakt hielten, diskutierten und gestalteten und die jetzt unter dem Titel °Verbindungen“ ihre Ausstellung präsentieren.

 


Verbindungen sind die Voraussetzung für alles Existierende von den winzigen Quarks im Atomkern bis zum Universum. Im physikalischen, chemischen und biologischen Bereich verbinden sich die kleinsten Teilchen zu Atomen, Atome zu Molekülen, Moleküle zu größeren chemischen Verbindungen bis hin zu lebensfähigen Organismen.

 

Gleiches oder Ähnliches kann sich zu einem Ganzen verbinden, genau wie Unterschiedliches oder Gegensätzliches. Lebewesen sind verbunden durch die Gemeinsamkeiten der Evolution, Menschen sind verbunden durch ihre familiäre, soziale und kulturelle Herkunft. Gemeinsame Interessen verbinden Vereinigungen vom Fußballclub oder Vogelzüchtern bis zu Parteien, Nationen und zur EU. Solche Verbindungen können von Vorteil sein, aber auch Abhängigkeiten und Zwänge schaffen.

 

Auch in der Kunst gibt es natürlich Verbindungen, nicht nur im Verhältnis von Schülern zu ihren Meistern, wie es seit dem Mittelalter üblich war, nicht nur in Künstlergruppen, die sich seit dem 19. Jh. zusammenfinden, sondern auch in den künstlerischen Sicht- und Verfahrensweisen, die sich im Lauf der Zeit aus den jeweils früheren Kunststilen entwickelt haben.

 

Verbindungen im materiellen Bereich sowie im menschlichen Leben thematisiert die Kunstspinnerei in ihrer Ausstellung. Die Ausstellung soll im nächsten Jahr mit mehr Teilnehmern als „zweiter Teil“ wieder in der Kunsthalle stattfinden, dann als „echte“ Ausstellung, die wieder ganz normal für ein „echtes“ Publikum zugänglich ist.

 

Anstelle unserer üblichen analogen Ausstellung präsentieren wir unsere Exponate (wegen der Seuche) in digitaler Form als Video. (s.oben)  Es empfiehlt sich den Ton einzuschalten, denn  Günter Wirtz liest Gedichte und Prosatexte, die er zu vier Bildern von Klaus Engelbach verfasst hat (siehe auch weiter unten). 

 

Klaus Engelbach

Verbindungen sind ein Wesensmerkmal alles Existierenden. Ohne Verbindungen in Form von Anziehungs- und Fliehkräften könnte das Universum nicht existieren, ohne Verbindungen durch Verhaltensformen chemische Signale könnte kein Ameisenstaat existieren. Unser Leben ist geprägt von Verbindungen zwischen Dingen, zwischen Dingen und Lebewesen, zwischen Lebewesen, ohne dass wir uns dessen gemeinhin bewusst sind. Verbindungen können locker, aber auch sehr intensiv sein. 

 

Ich habe mich einmal beschränkt auf Visualisierung von Verbindungen auf dinglicher Ebene in unserem engeren Umfeld, für die ich die gegenständliche Darstellungsweise gewählt habe: Fenster, Türen, Treppen, Wege und Straßen. Ich habe weiterhin Phänomene auf sozialpsychologischer Ebene gewählt, die ich in assoziativ wirkender Abstraktion anbiete: Paarbeziehung und versäumte Beziehung. Drittens sind Günter Wirtz und ich eine Verbindung eingegangen insofern, als ich Günter Bilder zur Verfügung stellte, von denen er zu einer Auswahl Texte verfasste. Bild und Text stehen jeweils für sich, sind aber durch Grundgedanken miteinander verbunden.

 

Heidi Rautenhaus 

Verbindungswege - Verbindungsnetze - Verbundpflaster - Bindungen - Verbindungen von Paaren - Verbindungen unterschiedlicher Farben und Materialien. Ich habe bei meinen Bildern und Objekten auf die Nennung von Titeln verzichtet, da ich denke, dass sie für sich selbst sprechen.

 

Mareike Engelbach

Verbindungen gibt es vielen Bereichen und das Wort an sich kann für jeden unterschiedliche Bedeutungen tragen und Assoziationen wecken.  

Für mich selbst finde ich Verbindungen in meinen Werken in drei verschiedenen Punkten wieder, welche ich anhand meiner Plastik „Nornir“ näher erläutern kann. Der erste Punkt betrifft die Auswahl des Material, so verwende ich neben Wachs auch Steine, Sand, Holz, Bauschutt und weiteres. Ebenso findet man bei näherer Betrachtung auch einen Wollfaden, der sich um, in und über die verschiedenen Materialien schlängelt, versteckt durch das Wachs, das die einzelnen Materialien zu einem Werk verbindet. 

 

Der zweite Punkt bezieht sich ebenfalls auf die Materialien. So habe ich die Materialien in meiner Stadt, in der ich lebe, nämlich in Frankfurt in meiner Einkaufsstraße gekauft und auf einem Spielplatz, aus einem Container mit Bauschutt und in Parks gesammelt. Die Verbindung der Herkunft der Materialien spiegelt das menschliche Leben wider, das alltägliche Leben, das uns alle als Menschen verbindet. 

 

Der dritte Punkt ist die Auswahl des Themas meiner Plastik, der Titelgeber des Werkes. „Nornir“ bedeutet im Deutschen Nornen. Die Nornen sind in der nordischen Mythologie die Frauen, die den Lebensfaden eines Menschen spinnen, ihn nach der Geburt eines Menschen an jenen anknüpfen und ihn schlussendlich auch durchschneiden. Die Verbindung ist hier das Leben und der Tod, die Naturwissenschaftliche moderne Betrachtungsweise des Lebens zu der mittelalterlichen Mythologie, ebenso aber auch die Verbindung von verschiedenen Mythologien, denn die Nornen kennt man in der griechischen Mythologie auch als Moiren. 

 

Der Lebensfaden wird in meinem Werk durch den Wollfaden repräsentiert, die sich durch die verschiedenen Materialien, die das menschliche Dasein symbolisieren schlängelt und durch den „Nebel der Unwissenheit“, was das Leben bringt und wie es verläuft verschleiert wird, welches durch das Wachs dargestellt wird. Auch in meinen anderen Werken finden sich die genannten Punkte wieder.

 

Harald Kessler-Rautenhaus

Gibt es eine innigere Verbindung als die zwischen Mutter und Schraube?

 

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