Ausstellungen 2020 

Leider konnten wir aufgrund der Corona-Pandemie 2020 bisher nur zwei Ausstellungen in unserer KuKuK-Halle zeigen. Doch es gibt eine wachsende Anzahl von virtuellen Ausstellungen (ab16.4.2020) anzusehen. 

Informationen über unsere Ausstellungen der vergangenen Jahre finden Sie in unserem Archiv


  • Virtuelle Ausstellungen ( ab 16.04. 2020) 
  • Leicht & Schwer (11.01. - 09.02.) 

Raum und Bewegung (14.02. - 15.03.) 

Raum und Bewegung, Bewegung im Raum: dies läßt an Vogelflug denken, an schwimmende Fische im Meer, an Sportler im Wettkampf, an Reisen und an Raumfahrt.

Länge, Breite und Höhe definieren den Raum. Landschaft und Stadt sind unsere Lebensräume, Architekten erschaffen die Innenräume, in denen wir uns aufhalten. Paläste, Häuser, Wohnungen, Gartenlauben sind ortsfest, beim Camping im Caravan nimmt man komfortabel die Wohnung mit wie der Einsiedlerkrebs sein Schneckenhaus. 

Die Epochen der menschlichen Kulturgeschichte haben unterschiedliche Architekturformen hervorgebracht. Die aufstrebenden Linien der Gotik, die Theatralik des Barocks, die Klarheit der Bauhausarchitektur spiegeln das Lebensgefühl ihrer Zeit wider.

Nicht nur in der Landschaftsmalerei, den Seestücken, der städtischen Architektur bis hin zu den Interieurs greifen die Maler das Thema „Raum“ auf, auch die Gefühls- und Gedankenwelt und die Welt der Träume werden als geistige Räume aufgefaßt und in abstrahierter Form oder surrealistisch dargestellt.

Architektur, Skulptur und Plastik sowie die Objektkunst sind dreidimensional, sie nehmen Raum ein, umschließen Raum in ihrem Inneren und verändern den Raum, der sie umgibt.

Bewegung bedeutet Aktivität, Handeln, Anstrengung, das Zurücklegen einer Strecke und Veränderung des Standortes. Passiv bewegt werden Passagiere in der Eisenbahn oder im Flugzeug, oder der Patient im Pflegebett.

Von jeher werden in der bildenden Kunst bewegte Körper in bewegten Szenen dargestellt. Sie bewegen sich aber nicht wirklich, sondern sind durch die Darstellung fixiert und im Augenblick der Bewegung „eingefroren“ und konserviert, solange das Kunstwerk besteht. Der griechische Diskuswerfer hat den Diskus noch immer in der Hand, die Engel auf den gotischen Altarbildern sind immer noch nicht abgeflogen, die galoppierenden Pferde auf den Schlachtenbildern sind immer noch an Ort und Stelle. 

Angeregt durch die Erfindung der Fotografie, die Fotosequenzen von Bewegungen erlaubte, stellten die Futuristen Bewegungsabläufe durch das Zerlegen und Aufreihen der Formen im Bild dar. Später schuf man in der kinetischen Kunst bewegliche Objekte und Maschinen, die auch, wie bei Tinguely, erhebliche Größe erreichen konnten. 

Aber erst die Erfindung des Films machte es möglich, Bewegung zum tragenden Element eines Kunstwerks zu machen. Heute kann man durch die digitale Entwicklung und die Animationstechnik künstliche Welten erschaffen, in denen Phantasiewesen phantastische Abenteuer erleben.

Die 16 Kunstschaffenden stellen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Druck und bewegliche Objekte aus. 

Teilnehmer: Michael Ackermann, Vera Bennung Corominas, Edeltraud Bruch (Gast), Dietmar Eucker, Johannes Eucker, Gabriele Herlitz, Reinhart Jana (Gast), Uschi Lanzet- Hallen, Ernst Moritz, Bernd Rosenbaum, Dieter Weiß, Ilse- Marie Weiß, Michael Willems (Gast), Regina Willems, Ingrid Wortmann-Wilk, Annemarie Zaha.

Die Kunsthalle ist am Samstag und Sonntag von 15.oo bis 18.oo Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.

Am 22.2. um 19.30 Uhr präsentiert KuKuK-Mitglied Hartmut Stroth „Mensch oder Affe, das ist hier die Frage“: Anton Tschechows „Über die Schädlichkeit des Tabaks“ und Franz Kafkas „Ein Bericht für eine Akademie“. Sekundiert wird Stroth dabei vom Vollblutmusiker Peter Ehm. Der Eintritt ist 15€. Karten sind zu den Öffnungszeiten in der KuKuK.Halle oder über kukuk@kukuk-wettenberg.de erhältlich. 


Leicht und schwer (11.01. - 09.02.) 

Der Kunst- und Kulturkreis Wettenberg (KuKuK) beginnt sein Ausstellungsjahr am 11.Januar 2020.

Wie in jedem Jahr wird die erste Ausstellung von der Gruppe “Kunstspinnerei“ gestaltet, einem losen Zusammenschluß von Mitgliedern, die sich ein Jahr lang bei wiederkehrenden Treffen und Diskussionen mit einem gemeinsamen Thema beschäftigt haben.

Die Vernissage findet diesmal am Samstag um 16.oo Uhr statt, nicht wie sonst üblich am Freitag abend.

Das Thema „Leicht und Schwer“ erlaubt das Spiel mit einer Fülle von Möglichkeiten der Interpretation. „Leicht und Schwer“ beschreibt ja nicht nur das reale Gewicht einer Person oder eines Gegenstandes, es kann auch „Einfach und Schwierig“ bedeuten, oder „Wenig und Viel“. 

Nicht zuletzt bezeichnet es auch im künstlerischen Bereich die Art und Weise, in der ein Werk geschaffen wird: So kann ein Maler mit leichtem Strich und leichter Hand sein Bild auf die Leinwand bringen, obwohl er dabei mit schweren, dunklen Farben arbeitet. Ein Anderer kann leichte, helle Farben bevorzugen, aber beim Malen schwerfällig, langsam und pedantisch vorgehen. 

Von Federleicht bis Zentnerschwer reicht das Spektrum dieser Thematik: 

Um reales, abwiegbares Gewicht geht es bei Leicht- und Schwermetallen, Schweröl, leichter Sommerbekleidung und schweren Wintermänteln, schweren Motorrädern und dem Schwerlastverkehr. 

Um gefühltes Gewicht handelt es sich bei leichten und schweren Mahlzeiten und Weinen, bei Arbeiten, die leicht von der Hand gehen oder bei denen man schweres Geschütz auffahren muß. Die Leichtfertigkeit leichtlebiger Menschen kann zu schwerer Schuld führen, die man nicht auf die leichte Schulter nehmen kann. 

Schöner ist dann das leichte Lächeln des schwer verliebten Paares.

Klaus Engelbach, Harald Kessler- Rautenhaus, Heidi Rautenhaus, Ines Scheurmann, Brigitta Seibert und Günter Wirtz stellen in Öl- und Acrylbildern, Fotografien, Skulpturen, Objekten und Installationen ihre Interpretationen von „Leicht und Schwer“ vor, wobei auch Musik und Wortkunst nicht zu kurz kommen.

Die Ausstellung läuft vom 11. Januar bis zum 09. Februar 2020. Die Kunsthalle das „KuKuKs“ ist an allen Samstagen und Sonntagen von 15.oo bis 18.oo Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.