Aktuelle und folgende Ausstellungen

Besuchen Sie unser Archiv für vorherige Ausstellungen.


Willkommen auf der Seite unserer laufenden und bevorstehenden Ausstellungen.

 


„Moderne Zeiten“ (13. September – 13. Oktober 2019)

Die neue Ausstellung im Kunst- und Kulturkreis Wettenberg (KuKuK) beginnt am 13. September und trägt den Titel: „Moderne Zeiten“. Es handelt sich um eine Foto-Ausstellung, die von Mitgliedern des KuKuKs gemeinsam mit den Fotofreunden Krofdorf-Gleiberg gestaltet wird. Es ist die erste gemeinsame Ausstellung dieser beiden Vereine. Die Vernissage fängt um 19 Uhr an und wird von Karin Lederle musikalisch umrahmt.

 

Die Fotofreunde Krofdorf- Gleiberg, gegründet 1956, widmen sich der Pflege und Förderung der Amateurfotografie. Zurzeit hat der gemeinnützige Verein 38 Mitglieder. 

 

Das Spektrum reicht vom historischen Archiv bis zur Digitalfotografie, vom Handy-Foto bis zur Aufnahme mit einer Drohne, vom Vierteljahreswettbewerb bis zum Jahreskalender. (Die aktiven Mitglieder treffen sich freitags in den Clubräumen in der Turnhallenstraße in Krofdorf-Gleiberg. Gäste sind willkommen.)

 

„Moderne Zeiten“ bedeutet in unserer Vorstellung z.B. moderne Kunst, moderne Architektur, Autos, Flugzeuge, Raumfahrt, moderne Medizin und Wissenschaft, Kunststoff, Elektrogeräte und digitale Kommunikation. Noch wichtiger sind die gesellschaftlichen Entwicklungen, die unser Leben heute bestimmen: Demokratie, Gleichberechtigung, Pressefreiheit und Grundrechte. 

 

Viele dieser Errungenschaften gibt es aber schon ziemlich lange. So feiert das Bauhaus, die Wiege des modernen Designs,  in diesem Jahr seinen 100sten Geburtstag. Und auch die erste Demokratie in Deutschland wurde vor 100 Jahren geschaffen.

 

Es gibt ja in unserer Zeit auch nicht nur Positives, sondern auch Gefahren: Unsere Überflussgesellschaft bringt Umweltzerstörung, die Sorglosigkeit mit unseren Daten erleichtert Überwachung und Beeinflussung aller Art, Fake News in den Sozialen Medien verwirren und verunsichern. 

 

Unsere Moderne Zeiten sind also hochinteressant, aber sie erfordern eben auch Vorsicht und Mut.

 

Wie sich die Kunstschaffenden des KuKuKs und der Fotofreunde mit der Thematik auseinandersetzen, können interessierte Besucher vom 13. September bis zum 13. Oktober in der Kunsthalle des KuKuKs in Wißmar verfolgen.

 

Die Ausstellung ist an Samstagen und Sonntagen von 15 – 18 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.


Morbide Makaber Absurd (09.08. - 08.09.2019)

„Morbide, Makaber, Absurd“: unter diesem Motto gestalten 15 Kunstschaffende (13 Vereinsmitglieder und 2 Gäste) die nächste Ausstellung des Kunst- und Kulturkreises (KuKuK) Wettenberg.

Ein solcher Titel verblüfft zunächst (Kunst ist doch schön, oder?), aber ein Blick in die Kunstgeschichte zeigt, daß die Thematik des Phantastischen, Merkwürdigen, Gespenstischen und Widersinnigen eine lange Tradition hat und im Lauf der Zeiten immer wieder auftaucht.

„Morbide“ bedeutet: Vom Tode gezeichnet, im Verfall begriffen, kränkelnd, blass, gespenstisch, gruselig, schaurig, spukhaft, zerbröckelnd und dahinsiechend- vor dem geistigen Auge entstehen verfallende Gebäude, welkende Rosen, sterbende Schmetterlinge, geisterhafte Damen, die in „morbider Schönheit“ dahingehen…   

„Makaber“: Ebenfalls unheimlich, in unangenehmer Nähe zu Tod und Verfall, aber das Makabere setzt sich mit einem Witz und Lachen über die Vergänglichkeit hinweg- „Du treibst mit dem Entsetzen Scherz“.

„Absurd“ spricht jedem gesunden Menschenverstand Hohn, ist aber doch da und ist abwegig, grotesk, aberwitzig. Das Absurde stellt die Normalität auf den Kopf- und begeistert.

 

Phantastisches, Absurdes, Morbides und Makaberes kennen wir nicht nur aus Renaissance und Barock- z.B. die Portraits von Giuseppe Arcimboldi, die sich aus Gemüsen, Blumen oder Tieren zusammensetzen, oder die apokalyptischen Bilder von Hieronymus Bosch. 

Ganz besonders üppig blühen Furcht, Schauder und Morbidität in den Werken der Schwarzen Romantik des 19. Jahrhunderts, nicht nur in der Bildenden Kunst, sondern genauso in der Literatur. Was Mary Shelley mit „Frankenstein“ beginnt, setzt sich während der ganzen Victorianischen Epoche fort mit vielfältiger Gruselliteratur bis zu Bram Stokers „Dracula“ am Ende des Jahrhunderts. Und von dort führt die Entwicklung weiter zu unseren Gruselfilmen und Fantasy- Streaming- Serien.

Die Schwarze Romantik unterläuft das positive, erobernde, wissenschaftlich geprägte Lebensgefühl des 19. Jahrhunderts durch die Hinwendung zu Traum, Tod, verborgener Sexualität und Gespensterglauben. Unter dem Einfluß der Gedichte von Charles Baudelaire (Les Fleurs du Mal) entwickelt sich die Literatur der Jahrhundertwende zum Teil zu Todessehnsucht, Endzeitstimmung, Weltschmerz und Dekadenz.

In der Malerei sind es Heinrich Fuessli und Edward Blake, die zu Anfang des 19. Jahrhunderts Tod, Albträume, Angst und Sexualität thematisieren. An der Wende zum 20. Jahrhundert stehen mit Symbolismus und Expressionismus Maler wie Odilon Redon, Edvard Munch und James Ensor. Eine Generation später kommen die Surrealisten dazu, die in Literatur, Film, Malerei und Plastik die Darstellung des Unterbewußten, Traumhaften, Sexuellen und Phantastischen zum Programm erheben.

Auch in der Pop- Art und weiten Teilen aller zeitgenössischen Kunst findet sich immer wieder Morbides, Makaberes und Absurdes.

 

Die Kunstschaffenden des KuKuKs haben den Schwerpunkt ihrer Arbeiten weniger auf die düsteren, sondern eher auf die makaberen und heiter- absurden Varianten gelegt. Gezeigt werden abstrakte und naturalistische Bilder, Collagen, Fotografien, Plastiken, computergenerierte Welten, Keltisches, Mosaiken und eine Fülle von Objekten aller Art. 


Farben Formen Elemente (05.07. - 04.08.2019)

 

Elemente, Formen und Farben definieren unsere Welt, nichts existiert ohne sie.

Aus der Kunstgeschichte kennen wir die „4 Elemente“, die schon in der Antike beschrieben wurden- Wasser, Erde, Feuer, Luft. Alles entstand nach dieser Vorstellung aus einer jeweils typischen, ausgewogenen Mischung dieser Elemente, die ein harmonisches Ganzes garantierte.

Unser Elementbegriff ist heute viel weiter gefaßt. Das Periodensystem in der Chemie enthält heute über 100 chemische Elemente, manche existieren nur für Sekundenbruchteile und zerfallen dann wieder. Wir sprechen aber auch von Elementarteilchen, Bauelementen oder Studienelementen, also immer von Teilen eines größeren Ganzen.

Die Form umreißt eine Figur, gibt ihr Gestalt, grenzt sie gegen andere ab. Farbe gibt der Form Leben, sendet Signale, vermittelt Stimmungen, wirkt im menschlichen Unterbewußtsein.

 

Vier Vereinsmitglieder - Ulrike Kirschbaum, Bernd Rosenbaum, Ines Scheurmann und Annemarie Zaha -  haben sich zusammengetan und stellen aus, was sie zum Thema überlegt und geschaffen haben.

Ulrike Kirschbaum, seit vielen Jahren Malerin, experimentiert bei ihren Bildern mit neu entwickelten Künstlerfarben und bereichert ihre früher meist erdfarbene Palette um leuchtende Farbigkeit, um noch mehr Farbe, Lebendigkeit und Leichtigkeit in unsere Welt zu bringen. Sie bewegt sich als Grenzgängerin zwischen Linie und Fläche, zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion.

„Im Spiel mit Materialien und Werkzeugen versuche ich in abstrahierten Naturdarstellungen kontrast- und spannungsreiche Bilder zu erschaffen“.

Bernd Rosenbaum versteht sich nicht als Maler, sondern als Bildermacher. Er „macht“  seit 2003 abstrakte Bilder mit Druckfarben in Spachteltechnik. Dafür sucht er akribisch seine Farben aus, bei der Farbauswahl überläßt er nichts dem Zufall. Durch Verdünnen oder Trocknen verändert er ihre Wirkung und trägt sie direkt oder indirekt auf Leinwand oder Papier auf. Erst jetzt, bei der Ausführung, darf auch der Zufall eine Rolle spielen, aber die Bilder hat er zuvor fertig im Kopf.

Oft bleibt die Deutung der Bilder dem Betrachter überlassen, auch wenn sie etwas darstellen und aussagen. Das betrifft besonders die figürlichen, abstrakt gegenständlichen Bilder der letzten Zeit. Seit neuestem erschafft er auch Skulpturen aus Holz und anderem Naturmaterial.

Ines Scheurmann stellt Keramiken aus, bei denen sie sich in erster Linie mit der Form beschäftigt. Sie zeigt Gefäßobjekte mit bewegter Form und Oberfläche, die an Meerestiere oder Pflanzenteile erinnern und meist in der ganz elementaren keramischen Technik gefertigt wurden:  nur mit den Händen ohne weitere Hilfsmittel.

Keramiker haben natürlich ein besonderes Verhältnis zum antiken Elementbegriff. Das Material ist Erde, es wird mit Wasser verarbeitet, an der Luft getrocknet und im Feuer gebrannt- und wird hoffentlich zu einem harmonischen Ganzen.

Annemarie Zaha hat ein Zitat von Francis Picabia verinnerlicht: “Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“ Danach richtet sie gerne ihre Arbeiten aus, die sie mit Witz, Ironie und der Freude am „um die Ecke denken“ präsentiert.

So erschafft sie aus architektonischen Grundformen wie Quadrat, Würfel, Kugel, Drei- und Rechteck zwei- und dreidimensionale Objekte in unterschiedlicher Farbigkeit, in ruhigen oder verwirrenden Reihungen, Spiegelungen und aufregenden Sequenzen. 

Veränderungen des Gesamteindrucks erreicht sie durch unnatürliche Farbgebung, den Verlust von Form und Farbe nach Bearbeitung mit Wärme, Wasser usw. und durch die verblüffende und provozierende  Verwendung von Recycling- Material. 

 

Die Ausstellung läuft vom 05. Juli bis zum 04. August in der Kunsthalle „Im KuKuK“ in Wißmar, Goethestr. 4b. Sie ist an jedem Samstag und Sonntag von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. 


Brücke der Kunst (31.05. - 30.06.2019)


„Brücke der Kunst – Brücke der Musik“ – ist der Titel des nächsten Ausstellungsprojekts in der Kunsthalle des Kunst- und Kulturkreises Wettenberg (KuKuK) in Wißmar. Sie dauert vom 30. Mai bis zum 30. Juni 2019 und wird von Kunstschaffenden aus den ungarischen Partnergemeinden Wettenbergs Zsámbék und Tök sowie dem Gleiberger Land gestaltet. Das Projekt soll damit auch das Zusammenwachsen der verschiedenen Länder Europas dokumentieren.

Die Vernissage „Brücke der Kunst“ findet am Freitag, den 31. Mai um 19.30 Uhr gemeinsam mit dem Partnerschaftskonzert „Brücke der Musik“ statt. Das Programm ist eine gelungene Mischung aus Klassik, Volksliedern und modernen Stücken in diversen Sprachen, passend zu dieser kulturellen Begegnung. Der Chor „Kotkoda Népdalkör“ aus Tök/Ungarn tritt mit traditionellen ungarischen Volksliedern auf (Leitung: Borbála Schwarczné Kemény). Frau Dorka Gellért, Lehrerin an der katholischen Schule Zsámbék, spielt „Praeludium und Allegro von Fritz Kreisler“ an der Geige und wird von Enikő Dombi am Klavier begleitet. Frau Dombi, Lehrerin an der Zsámbéker Musikschule und Leiterin des Zsámbéker Musical Studios, wird ihre ehemalige Schülerin Viola Torma sowohl bei vierhändigen Klavierstücken wie bei einigen Gesangsstücken und Barbara Yeo-Emde aus Krofdorf begleiten. Dazu kommt die Sängerin Wiebke Krämer aus Staufenberg mit Popliedern. 

Für die Ausstellung zeigen die ungarischen Gäste unter anderem historische und aktuelle Fotografien aus Ungarn und Rumänien. Elf KuKuK-Mitglieder sind mit frei gewählten Themen dabei. Ihr Spektrum umfasst Acryl- Bilder, Collagen, Fotografien, auch digital zu Abstraktionen veränderte Fotos, Cartoons und die unterschiedlichsten Objekte – von grafischen Kompositionen bis zu skurrilen Gestalten, dargestellt mit leiser Ironie. Zwei weitere Gäste bereichern die Ausstellung mit abstrakten Steinskulpturen.

Teilnehmer:  Anna Csepilek, Gyula Bors, Tamas Bors, Dieterich Emde, Johannes Eucker, Daniel Hollick (Gast), Dieter Kiausch, Reinhart Jana (Gast), Barbara Otto, Lena Repp (Gast), Susanne Voos, Regina Willems, Ingrid Wortmann- Wilk, Annemarie Zaha.

Die Ausstellung ist an Wochenenden und Feiertagen von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei. 


Rom (11.05. - 26.05.2019)

In Kooperation mit der Deutsch-Italienische Gesellschaft Mittelhessen e.V. (DIG) und dem Förderverein Römisches Forum Waldgirmes e.V. zeigt der Kunst- und Kulturkreis (KuKuK) Wettenberg ab 11. Mai die Ausstellung ROM. 

Die Vernissage findet diesmal nicht am Freitagabend, sondern am Samstag, den 11. Mai, um 16 Uhr nachmittags statt. Als besonderes Ereignis gibt die DIG einen Empfang zu ihrem 35- jährigem Jubiläum. Daneben präsentieren Mitglieder des Vereins Römisches Forum als „Legionäre der Legio Prima Germanica Augusta“ in ihren militärischen Rüstungen ein Lager vor Ort und beantworten Fragen der Besucher. Die Kinder der Gruppe RöMinis bieten ein abwechslungsreiches Programm an: Hier können Schwerter gebastelt, Rundmühle gespielt und Mosaike gelegt werden - eben all das, womit sich römische Kinder in der Antike beschäftigten. Am Informationszelt kann römische Kleidung anprobiert werden.

Die Ausstellung wird diesmal nicht nur von Mitgliedern des KuKuKs in Malerei, Fotografie, Zeichnung, Collagen und anderen Medien bestritten. Neben weiteren Gästen zeigt der bekannte Künstler Bodo Klös (Lich) Radierungen. Hartmut Krämer vom Römerforum trägt mit Digital Paintings zum Thema bei.

Aus Anlass ihres 35-sten Gründungstages hat sich die DIG den Themenschwerpunkt  „ROM als Hauptstadt Italiens“ gesetzt.  Der Verein fördert in erster Linie die deutsch-italienische Freundschaft, engagiert sich in den Städtepartnerschaften Gießen mit Ferrara (Emilia-Romagna) und Wetzlar mit Siena (Toskana), bietet häufig zweisprachige Veranstaltungen an, und ist in der Jugendförderung aktiv.

Von Interesse ist aber nicht nur das moderne Italien, sondern auch die antike Stadt Rom und das Römische Weltreich, das seine Spuren auch in unserer Gegend hinterlassen hat. Mittelhessen ist schließlich reich an archäologischen Funden aus der Römerzeit. Die Ausgrabungen des Römerforums Waldgirmes liegen geradezu vor der Haustür.

Der Fund eines bronzenen Pferdekopfs lässt darauf schließen, dass die Gegend zwischen Wetzlar und Gießen offenbar für die Gründung einer bedeutenden Niederlassung vorgesehen war, vielleicht sogar für eine Metropole wie Trier oder Köln. Die zivile römische Stadtgründung von Waldgirmes zeigt, dass sich die Römer in der Zeit von Christi Geburt auf Dauer hier ansiedeln wollten.

So ist die Teilnahme des Fördervereins Römisches Forum Waldgirmes sehr willkommen. Mit einer kleinen Ausstellung mit Fundstücken aus der Umgebung möchte der Förderverein die antike Geschichte von Waldgirmes lebendig werden lassen. Zusätzlich gibt es Informationen über das friedliche Zusammenleben von Römern und Germanen.

Die Ausstellung läuft vom 11.bis zum 26. Mai, sie ist an Wochenenden und Feiertagen von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. 


Stille (12.04. - 05.05.2019)

 

Der Kunst- und Kulturkreis Wettenberg (KuKuK) präsentiert seine neue Ausstellung „Stille“ vom 12. April bis zum 05. Mai in der Kunsthalle in Wißmar.

15 Vereinsmitglieder und zwei Gäste zeigen ein reichhaltiges Spektrum von  Acryl- Bildern und Aquarellen, Fotografien, Skulpturen aus Speckstein, Marmor  und Alabaster,  Objekten aus Metall und anderen Materialien,  gedrechselten Holzskulpturen und keramischen Plastiken.

Nach  „Stille“ sehnen wir Menschen uns oft, aber wenn sie wirklich eintritt, können wir sie kaum ertragen.

Schweigen und innere Einkehr finden sich als philosophische und religiöse Übungen in jeder menschlichen Gesellschaft und zu allen Zeiten. Tempel, Kirchen und Klöster als Räume der Stille und Kontemplation waren und sind Zentren der geistigen Ruhe und der Konzentration auf den inneren Mittelpunkt und das innere Gleichgewicht.  Bekannt dafür ist besonders der  Zen- Buddhismus mit seinem Streben nach Stille und innerer  Leere, aus der Neues erwächst. 

Stille ist aber selten wirklich still. Wir sitzen ja nicht in einer geschlossenen Kammer mit schallschluckenden Schaumstoff- Wänden, sondern wir hören auch in stiller Umgebung und stillen Stunden immerfort Geräusche. Das Schweigen im Walde - die Waldesruh - kann selbst bei Windstille  geräuschvoll sein, wenn Blätter rascheln, die Vögel singen, Holz knackt, ein Bächlein rieselt, Insekten summen und die Eichhörnchen knabbern. Diese Geräusche aber wirken auf uns nicht bedrohlich, es ist eine friedliche Stille. 

Es geht also eher um die Abwesenheit störender oder bedrohlicher Geräusche. Die wohltuende Stille tritt ein, wenn Lärm und Durcheinander aufgehört haben.

Beim „Stillen“  wird auch etwas zum Schweigen gebracht: Hat das Baby seinen Hunger gestillt, schläft es friedlich ein.

„Still“ bedeutet auch unauffällig, unsichtbar, undramatisch, unaufdringlich. Das stille Leiden des stillen Verehrers wird auch vom stillen Beobachter kaum wahrgenommen,  in stillen Landschaften finden sich eher sanfte Hügel als schroffe Berge, und stille ruht der See.

„Stillstand“ ist eher negativ besetzt. Etwas sollte vorwärtsgehen, wird aber ausgebremst. Im stillgelegten Werk herrscht eher bedrohliche Stille. Befohlene Stille und Friedhofsstille in Gesellschaft und Politik lassen ebenfalls auf düstere Zeiten schließen, und nach der letzten Ruhe bleibt nur das stille Gedenken.. 

In der Kunst hat „Stille“  all die vorgenannten Aspekte. Es gibt stille Bilder, stille Skulpturen, stille Musik, stille Fotografie. Die Werke sind auf das Wesentliche konzentriert, ohne Aufregung, Lärm und Prunk. Bilder in harmonischen Farben, nicht schreiend bunt, mit sanften Kontrasten. Skulpturen ohne heftige Bewegung und ohne übertriebene Gestik. Fotografien, die sich auf wenige Strukturen beschränken (Zen- Fotografie).

Ein Typus von Kunstwerken hat die Stille schon im Namen: die Stillebenmalerei.  Hier bauen die Künstler  leblose Gegenstände zu  spannungsreichen Gruppen auf. Durch Farben und Formen und ihre Anordnung und die Beziehungen untereinander entwickeln diese dann ein „eigenes Leben“, das der Künstler in seinem Werk wiedergeben muss.

Wenn sich die Künstler  auf wenige Formen und Farben beschränken, sind es wirklich stille Bilder. Es gibt aber auch laute Stillleben. In der Holländischen Stillebenmalerei des 17. Jh. häufen sich Kostbarkeiten, Blumen und Delikatessen aller Art und in derartigen Mengen, dass von „Stille“ nicht mehr die Rede sein kann.

Die Künstler des Kukuks und ihre Gäste interpretieren die Stille sehr unterschiedlich und vielfältig. Bei der Vernissage am 12. April singt der Chor „SingsteMit“ aus Gießen-Allendorf – damit es nicht zu still wird.

Die Kunsthalle ist vom 12. 04. Bis zum 05. 05. an allen Wochenenden und Feiertagen von 15.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

 


Photographie (8.3. - 7.4.2019)

„Photographie“ heißt die nächste Ausstellung des KuKuK (Kunst- und Kulturkreis Wettenberg), die in der Kunsthalle in Wißmar vom 08. März bis zum 07. April stattfinden wird und zu der alle Kunst- und Fotofreunde herzlich eingeladen sind.

Die fünf Photobildner - Ernst Moritz, Barbara Ritzkowski, Ilse-Marie Weiß, Regina Willems und Horst Wolcke - sind Persönlichkeiten von sehr unterschiedlichem Temperament und zeigen dementsprechend ganz unterschiedliche Bildinhalte, teils auf Papier, teils auf großformatigen Leinwänden.

Dem heutigen Trend zur sinnlichen Farbigkeit tragen sie ebenso Rechnung wie der wieder aufkommenden Freude am Schwarz-Weiß- Bild, das z.B. dem Bild einer Pflanze fast graphische Struktur verleiht und das gerade bei menschlichen und tierlichen Portraits seine photographischen Vorzüge „ans Licht bringt“.

So kommen Reiseerlebnisse genauso zur Ansicht wie die Menschen und ihre Lebensweise in entfernten Ländern. Besonders die Schwarz-Weiß-Bilder zeigen Menschen in ihrer zum Teil einfachen Alltagswelt.

Hinzu kommen Portraits aus analoger Zeit - natürlich in Schwarz-Weiß. Passend dazu werden bei der unterhaltsamen   Vernissage am 08. März neben den Einlassungen der Photobildner  (vom Gedicht bis zum kurzen Film) auch einige Kameras aus ebendieser Zeit demonstriert- so daß auch manches alte „Klick“ oder „Klack“ zu hören sein wird.

Die Kunsthalle ist an allen Samstagen und Sonntagen von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Am Sonntag, den 10. März um 11 Uhr, findet im Zusammenhang mit dem Internationalen Frauentag eine Kleinkunstveranstaltung statt:  „Die Essenz“, Sprechtheater mit Christiane Grünbeck. (in Kooperation mit der Frauenbeauftragten des Landkreises Gießen).

 

Am Samstag, den 30. März, gibt es um 19.30 Uhr irische und schottische Folk Music: Celtic Tree mit John Morell, Siobhan und Peter Herrmann.

 


Freies Thema (8.2. - 3.3.2019)

(isc.) Am Freitag, den 08. Februar 2019 um 19 Uhr eröffnet der Kunst- und Kulturkreis Wettenberg (KuKuK) die Ausstellung „Freies Thema“ in seiner Kunsthalle in Wißmar.

 

Jedes Jahr gibt es im KuKuK eine Ausstellung, die nicht unter irgendeinem Motto steht. Die Künstler bearbeiten also nicht ein vorgegebenes Thema, das vorher ausgewählt und besprochen wurde, sondern sie bringen Werke mit, die sie „einfach so“ geschaffen haben.

 

Solche themenfreie Ausstellungen, in denen gezeigt wird, was normalerweise in kein Thema passt, lassen sich natürlich auch zu einer interessanten und harmonischen Präsentation zusammenstellen, die sogar einen ganz besonderen Reiz hat. 

 

15 Vereinsmitglieder und ein Gast stellen Malerei, Fotografie, Druck, Schmuck, Skulpturen, Objekte, Collagen, Installationen, Cartoons und Mosaike aus.

 

Die Ausstellung dauert vom 08. Februar bis zum 03. März, sie ist an den Samstagen und Sonntagen von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

 

Am Samstag, 23. Februar, findet um 19.30 Uhr die Freestyle Sologuitar Performance BORNZERO mit Dieter Bornschlegel statt. Eintritt 10€. 


Entwicklungen (12.1. - 3.2.19)


(isc.) Das neue Ausstellungsjahr im Kunst- und Kulturkreis Wettenberg „KuKuK“ beginnt am 12. Januar 2019 um 17 Uhr mit der Ausstellung „Entwicklungen“.

Wie jedes Jahr ist es die „Kunstspinnerei“, eine Untergruppe im KuKuK mit wechselnder Zusammensetzung, die die Reihe der Ausstellungen in der Kunsthalle in Wißmar eröffnet.

In diesem Jahr spinnen gemeinsam: Klaus Engelbach, Heidi Rautenhaus, Ines Scheurmann und Brigitta Seibert.

„Entwicklung“: Betrachtet man die beiden Wortteile gesondert, bedeutet die Silbe „ent“, dass jemand oder etwas sich entfernt oder dass etwas entfernt wird (z.B. entkommen, entreißen). Es kann auch etwas aus einer Umgrenzung herauskommen, in der es vorher gesteckt hat (entbinden, entfliehen). Auch eine Konfrontation kann in der Bedeutung enthalten sein (entgegnen, entscheiden).  

Der zweite Wortteil „Wickel“ leitet sich von der Flachsspinnerei her, (passt also zur Kunstspinnerei) und bezeichnet das Faserbündel, das um den Spinnrocken gewunden wird. Vorsilben präzisieren das Wickeln: Umwunden wurden die Wickelkinder, eingewickelt werden Gutgläubige von Betrügern, und es gab auch die „Abwicklung“ der Industrieunternehmen in der ehemaligen DDR.

„Entwicklung“ ist also eine fortschreitende Veränderung, die Neues entstehen lässt. Wir nehmen dies als zielgerichtet wahr, das muss aber nicht so sein. 

Wenn z.B. ein Autohersteller ein Auto entwickelt, ist das Ziel natürlich das perfekte Auto und die Entwickler arbeiten darauf hin. Bei der Evolution z.B. ist das aber nicht so: Hier entwickeln sich genetische Typen in großer Vielfalt, aber nur die, die zufällig gerade in die Umweltbedingungen passen, überleben und entwickeln sich weiter.

Es gibt also nicht nur die Entwicklung zur jeweils höheren Stufe bis zur Perfektion, wie wir dies rückblickend annehmen. Entwicklung kann auch rückwärts gehen und führt nicht immer zu etwas Fortschrittlicherem. 

 

Die Teilnehmer dieser Ausstellung haben sich auf unterschiedliche Weise mit dem Thema auseinandergesetzt. 

Klaus Engelbach zeigt Fotografiken im Giclée- Druck auf Leinwand. Ihnen sieht man die Herkunft aus der Welt der Fotografie nicht mehr an. Er löst seine Fotos am Computer in Punkte und Flecken auf, entwickelt sie zu grafischen Werken, abstrahiert dadurch die Wirklichkeit und formuliert seine Gedanken und Empfindungen in Erdfarben und Schwarz. 

Heidi Rautenhaus hat sich auf die Entwicklung von natürlichen Organismen konzentriert, sie fotografierte Farnpflanzen beim „Entwickeln“ ihrer Blätter und thematisiert Entwicklungen in Menschenskulpturen und „keramischen Wickeleien“.

Ines Scheurmann beschäftigt sich mit Entwicklungslinien und „Stammbäumen“, aber nicht von Tieren oder Pflanzen. Sie formt in einer Art von „Evolution“ einfache Fotografien zu Computergrafiken in leuchtenden Farben und abenteuerlichen Fraktalen. Eine „Rückentwicklung“ ihrer keramischen Arbeit sind Objekte, die ohne Werkzeuge nur mit den Händen geformt wurden.

Brigitta Seibert malt mit leisem Humor und oft mit Augenzwinkern die Entwicklung von Tieren und von landwirtschaftlichen Maschinen und Techniken unter verschiedenen Blickpunkten. Auch Umwelt und die Entwicklung der Agrarwirtschaft sind ihr Thema. 

Ganz besondere „Entwicklungen“ haben alle vier Teilnehmer gemeinsam ausgearbeitet: Jeder hat von jedem ein Kunstwerk übernommen und weiterentwickelt, das dann wiederum weitergegeben und weiterentwickelt wurde usw. Was dabei zustande kam, lässt sich vom 12. 01. bis zum 03. 02. 2019 entdecken. Geöffnet ist die Kunsthalle an jedem Samstag und Sonntag von 15 – 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

.......

Am Freitag, 18. Januar, findet im KuKuK der Konzertabend „Pop- Diven“ mit Ingi Fett statt.

https://www.kukuk-wettenberg.de/2019/01/18/ingi-fett-stellt-ihr-programm-pop-diven-vor/