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Ganz nah – Gemeinschaftsausstellung des KuKuK Wettenberg 2017 (17.3. bis 17.4.2017)


Kunstausstellung Ganz nah im KuKuK
Kunstausstellung Ganz nah im KuKuK

Der KuKuK Wettenberg kündigt eine neue Ausstellung an:

Vernissage ist am Freitag, dem 17. März um 19 Uhr im KuKuK in Wißmar, Goethestraße 4a. 

 

Vernissage ist am Freitag, dem 17. März um 19 Uhr im KuKuK in Wißmar, Goethestraße 4 a. 

Öffnungszeiten von 15 – 18 Uhr – SA 18.3., SO 19.3., SA 25.3., SO 26.3., SA 1.4., SO 2.4., SA 8.4., SO 9.4., FR 14.4., SA 15.4., SO 16.4., MO 17.4.

 

Ganz nah herangehen, das schränkt den Blick ein. Einerseits. Andererseits intensiviert es ihn.

Es gibt Nähe als angenehmes Erlebnis aber auch als peinliches oder verletzendes. Mit dieser Auffassung des Themas der ersten Gemeinschaftsausstellung des KuKuK in 2017 wird aber nicht das ganze Spektrum des Möglichen erfasst.  

Ganz nah – beieinander – also dicht beieinander, können in einem Bild die einzelnen Bildgegenstände sein. Man denke etwa an Menschen und Tiere, die sich in Paaren oder Gruppen der verschiedensten Art ganz nah kommen, vielleicht sogar drängen wie in einer Herde oder ein Haufen von Dingen, Waren in einem Korb, einer Steige. Aus der Kunstgeschichte sind Paardarstellungen, Liebesszenen, Mutter-Kind- Situationen und Gruppenbilder Beispiele für Nähe. Es können aber auch Situationen des Kampfes und Schlachtengetümmel gemeint sein.

Ganz nah, bzw. viel zu nah kommen sich Fahrzeuge auf überfüllten Straßen, Waren und andere Dinge in Regalen, Hühner in Legebatterien, ganz zu schweigen von Flüchtlingen auf überladenen Booten.

Was für solche „Bildgegenstände“ gilt, trifft auch auf abstrakt-konkrete Bildelemente zu, seien sie nun geometrische, organische oder gänzlich freie Formen. Auch sie finden sich in der Ausstellung – neben Zeichnungen, Malerei, Grafik, Objekten und Fotografien.

Ein anderes Kriterium für Nähe geben uns die Bildeinstellungen im Film an die Hand. Man denke an die Ganz-nah – Aufnahme aus italienischen Western (Fliege auf der Nase des Protagonisten), Detailaufnahme, Nahaufnahme, amerikanische Halbtotale, Totale und Weitaufnahme.

 

So viel zu Bildwerken. Wie wirkt sich nun das Thema bei Plastiken und Objekten aus? Durchaus analog zur zweidimensionalen Kunst. Körper, menschliche, tierische, pflanzliche, aber auch technische Objekte und Dinge können sich sehr nah kommen, ja berühren, in einer Vielzahl auch Gruppen bilden. Dazu sind einige Objekte aus Eisen und Keramik zu sehen.

Entsprechend gestalten sich die Möglichkeiten mit dreidimensionalen nichtfigurativen Formen.

 

Es nehmen teil: Michael Ackermann, Lucyna Baniak, Vera Bennung Corominas, 

Franz-Peter Bönisch, Klaus Engelbach, Johannes Eucker, Marita Meurer, Silvia Rudnicki, Ines Scheurmann, Brigitte Schnaut, Regina Willems

 

 


Schönheit der Natur (21.4. bis 14.5.2017)

Kunst im KuKuK
Ausstellung Schönheit der Natur im KuKuK

Der KuKuK Wettenberg kündigt eine neue Ausstellung an:

Schönheit der Natur

Ausstellung im KuKuK Wettenberg vom 21.4.- 14.5.2017

 

Vernissage ist am 21.4.2017 um 19 Uhr mit dem Chor „SingsteMit“ (Gießen - Allendorf) und Hermann Wilhelmi, Gesang mit Klavier

 

Für Künstler stellt sich die Frage des bildkünstlerischen Zugriffs auf Natur. Welche Bildmittel sind angemessen? Realistische Fotografie oder Fotografie mit engem Ausschnitt, so dass die Bilder wie abstrakt wirken? Oder Aufnahmen des Mikrokosmos? Welche Art der Malerei, der Zeichnung oder der flüchtigen Skizze hat welche Wirkung? Expressionistisch, impressionistisch, sachlich, romantisierend, stilisierend und vereinfachend, kubistisch, plakativ oder gar abstrakt? Eignen sich auch Cartoons zur Bearbeitung des Themas? Kann man das vermeintlich Schöne nicht auch ins sogenannte Kitschige übersteigern? Klischees wie z.B. Sonnenuntergänge persiflieren? Und wie steht es mit der Objektkunst?

 

Im KuKuK haben sich vier Künstler unter diesem interessanten, aber auch schwierigen Thema zu einer Ausstellung zusammen getan. Natürlich können vier Künstler nicht den ganzen Aspektreichtum des Themas abdecken. Jeder steuert aber höchst persönliche Gedanken zu dem bei, was schön sei, was Natur sei und wie Künstler die Schönheit der Natur in ihrem Werk wiederspiegeln können. 

 

Wally Wilsons Werke entstehen nach „Vorlagen aus der Natur“, wie sie sagt.  Das gilt für ihre Bilder von Tieren, Landschaften und Blumen. Bambus ist immer mal wieder ein Thema wegen seiner vielseitigen Farben. Gelegentlich produziert sie aber auch abstrakte Werke. Man findet bei ihr sowohl Kompositionen in kräftigen Farben, als auch zarte Strukturen von Farbe auf ihren Leinwänden.

Günter Stadler nimmt als Gast an der Ausstellung teil. Seine bevorzugten Sujets sind „Natur, Menschen, Tiere und Landschaften“. Sein Malstil ist relativ realistisch und detailliert. Beim Malen seiner Bilder geizt er aus Überzeugung nicht mit Zeit. Außerdem fragt er: Warum soll der Künstler das, was es ihm wert ist gemalt zu werden, reduzieren oder gar abstrakt darstellen?

Die Bilder, die er bei dieser Ausstellung zeigt, sind bis auf eine Ausnahme Aquarelle, die teils vor der Natur, teils nach selbst fotografierten Vorlagen entstanden. Bei solchen Bildern spielt für ihn das Licht und seine Reflexe  eine ganz entscheidende Rolle.

Ilse-Marie Weiß sagt, dass in unserer Kulturlandschaft die Schönheit der Natur nicht immer offensichtlich ist. Erst der bewusst gewählte Standort des Künstlers und die künstlerische Bearbeitung machen das Besondere in der Natur erkennbar. - In ihren Zeichnungen bringt sie die Schönheit der Natur im Detail zum Ausdruck. Bei den Gemälden steht die Farbharmonie mit fließenden Übergängen im Vordergrund. Ihre Fotos sind mit dem Blick der Malerin fotografiert. Motivwahl, Komposition, Beleuchtung und Farben müssen für sie stimmig sein. „Ich bin geprägt durch ein großes Harmoniebedürfnis.“ In der Natur sieht sie Harmonien in vielfältigsten Ausprägungen. Darin liegt für sie die Schönheit der Natur. - Im Zeichnen, Malen und Fotografieren komme darüber hinaus ihre Ehrfurcht vor der Natur zum Ausdruck.

Dieter Weiß ist von Haus aus Mathematiker, der sich nach seiner Berufstätigkeit in der wissenschaftlichen Datenverarbeitung verstärkt gestalterischer Tätigkeit zugewendet hat. Er ist aber seit seiner Jugend fasziniert von Holz und der Gestaltung „schöner“ Objekte aus diesem Werkstoff. 

Zum einen versucht er, die äußere Schönheit natürlich gewachsener Formen zur Geltung zu bringen und zum anderen die innere Schönheit vorwiegend durch Drechseln überhaupt erst sichtbar zu machen. Er findet seine Werke gelungen, wenn sie sowohl die Schönheit des Materials als auch ihre „innere Schönheit“ sichtbar machen.

 

Die Ausstellung läuft vom 21.4. – 14.5.2017 im KuKuK in Wißmar, Goethestraße 4 b und ist geöffnet samstags, sonntags und an Feiertagen, jeweils von 15 – 18 Uhr.