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Aktuelle und folgende Ausstellungen


Schönheit der Natur (21.4. bis 14.5.2017)

Kunst im KuKuK
Ausstellung Schönheit der Natur im KuKuK

Der KuKuK Wettenberg kündigt eine neue Ausstellung an:

Schönheit der Natur

Ausstellung im KuKuK Wettenberg vom 21.4.- 14.5.2017

 

Vernissage ist am 21.4.2017 um 19 Uhr mit dem Chor „SingsteMit“ (Gießen - Allendorf) und Hermann Wilhelmi, Gesang mit Klavier

 

Für Künstler stellt sich die Frage des bildkünstlerischen Zugriffs auf Natur. Welche Bildmittel sind angemessen? Realistische Fotografie oder Fotografie mit engem Ausschnitt, so dass die Bilder wie abstrakt wirken? Oder Aufnahmen des Mikrokosmos? Welche Art der Malerei, der Zeichnung oder der flüchtigen Skizze hat welche Wirkung? Expressionistisch, impressionistisch, sachlich, romantisierend, stilisierend und vereinfachend, kubistisch, plakativ oder gar abstrakt? Eignen sich auch Cartoons zur Bearbeitung des Themas? Kann man das vermeintlich Schöne nicht auch ins sogenannte Kitschige übersteigern? Klischees wie z.B. Sonnenuntergänge persiflieren? Und wie steht es mit der Objektkunst?

 

Im KuKuK haben sich vier Künstler unter diesem interessanten, aber auch schwierigen Thema zu einer Ausstellung zusammen getan. Natürlich können vier Künstler nicht den ganzen Aspektreichtum des Themas abdecken. Jeder steuert aber höchst persönliche Gedanken zu dem bei, was schön sei, was Natur sei und wie Künstler die Schönheit der Natur in ihrem Werk wiederspiegeln können. 

 

Wally Wilsons Werke entstehen nach „Vorlagen aus der Natur“, wie sie sagt.  Das gilt für ihre Bilder von Tieren, Landschaften und Blumen. Bambus ist immer mal wieder ein Thema wegen seiner vielseitigen Farben. Gelegentlich produziert sie aber auch abstrakte Werke. Man findet bei ihr sowohl Kompositionen in kräftigen Farben, als auch zarte Strukturen von Farbe auf ihren Leinwänden.

Günter Stadler nimmt als Gast an der Ausstellung teil. Seine bevorzugten Sujets sind „Natur, Menschen, Tiere und Landschaften“. Sein Malstil ist relativ realistisch und detailliert. Beim Malen seiner Bilder geizt er aus Überzeugung nicht mit Zeit. Außerdem fragt er: Warum soll der Künstler das, was es ihm wert ist gemalt zu werden, reduzieren oder gar abstrakt darstellen?

Die Bilder, die er bei dieser Ausstellung zeigt, sind bis auf eine Ausnahme Aquarelle, die teils vor der Natur, teils nach selbst fotografierten Vorlagen entstanden. Bei solchen Bildern spielt für ihn das Licht und seine Reflexe  eine ganz entscheidende Rolle.

Ilse-Marie Weiß sagt, dass in unserer Kulturlandschaft die Schönheit der Natur nicht immer offensichtlich ist. Erst der bewusst gewählte Standort des Künstlers und die künstlerische Bearbeitung machen das Besondere in der Natur erkennbar. - In ihren Zeichnungen bringt sie die Schönheit der Natur im Detail zum Ausdruck. Bei den Gemälden steht die Farbharmonie mit fließenden Übergängen im Vordergrund. Ihre Fotos sind mit dem Blick der Malerin fotografiert. Motivwahl, Komposition, Beleuchtung und Farben müssen für sie stimmig sein. „Ich bin geprägt durch ein großes Harmoniebedürfnis.“ In der Natur sieht sie Harmonien in vielfältigsten Ausprägungen. Darin liegt für sie die Schönheit der Natur. - Im Zeichnen, Malen und Fotografieren komme darüber hinaus ihre Ehrfurcht vor der Natur zum Ausdruck.

Dieter Weiß ist von Haus aus Mathematiker, der sich nach seiner Berufstätigkeit in der wissenschaftlichen Datenverarbeitung verstärkt gestalterischer Tätigkeit zugewendet hat. Er ist aber seit seiner Jugend fasziniert von Holz und der Gestaltung „schöner“ Objekte aus diesem Werkstoff. 

Zum einen versucht er, die äußere Schönheit natürlich gewachsener Formen zur Geltung zu bringen und zum anderen die innere Schönheit vorwiegend durch Drechseln überhaupt erst sichtbar zu machen. Er findet seine Werke gelungen, wenn sie sowohl die Schönheit des Materials als auch ihre „innere Schönheit“ sichtbar machen.

 

Die Ausstellung läuft vom 21.4. – 14.5.2017 im KuKuK in Wißmar, Goethestraße 4 b und ist geöffnet samstags, sonntags und an Feiertagen, jeweils von 15 – 18 Uhr.

 

 

 

Unterwegs (19.5. bis 18.6.2017)


Kunstausstellung im KuKuK
Unterwegs

Unterwegs im KuKuK Wettenberg

Pressetext zur zweiten Gemeinschaftsausstellung des KuKuK Wettenberg im Jahr 2017

 

(JE)  Unterwegs ist jemand mit oder ohne Ziel. Oder der Weg ist das Ziel, eine gern genutzte Formel.

Unterwegs findet man etwas vor, am Weg oder am Ziel. Manche Künstler haben unterwegs Bilder gemacht, man denke an die Aquarelle von Albrecht Dürer, die er von seiner Italienreise zurück brachte. Solche Bilder können Dokumente von Sehenswürdigkeiten sein, aber auch ganz subjektive Wahrnehmungen am Wegesrand oder kritische Blicke auf eine geschönte Tourismussituation.

Unterwegs sein können Menschen per pedes oder mit Fahrzeugen und Fluggeräten. Privat oder dienstlich, einzeln oder in Gruppen, zum Vergnügen, an der Arbeit oder auf der Flucht und im Krieg. Unterwegs kann es Pannen geben, Unfälle, man kann in unterschiedlichem Tempo durch die Gegend rasen oder über sie hinweg sausen oder gleiten, an Sperren aufgehalten werden. Unterwegs sind manche Zeitgenossen besonders gern zum Shoppen!

Was Menschen unterwegs wahrnehmen oder übersehen, was sie erfreut, bereichert oder verärgert, das wird sicher individuell verschieden sein. Sogenannte Sehenswürdigkeiten sind das Eine, Unfallsituationen, Monokulturen, „verschandelte“ Landschaften und  Orte, zerfallene Produktionsstätten und Häuser, Bäume und Stromtrassen das Andere.

Künstler können sich heutzutage ihre Motive suchen wie sie wollen. Interessant wird die Sache erst, wenn es an die künstlerischen Sprachen geht, wie das Sichtbare ins Bild gesetzt wird oder noch mehr, wie das leicht zu Übersehende ins Bild gerückt wird. Noch mehr, wie gar Unsichtbares sichtbar gemacht wird. Sehenswert werden die Werke in besonderer Weise erst durch die Kunstgriffe, die Künstler anwenden, durch die Darstellungs- und Gestaltungsweisen; diese reichen in dieser Ausstellung von naturgetreu bis abstrahiert, von romantisiert und idealisiert bis zu kritischer Sicht. Sie können sich äußern in Tafelbildern genau so wie in Studien und Skizzen, schnell hingeworfen, aber auch dadaistisch und plakativ, schatten- und schemenhaft... - Hinzu kommen Reliefs, Objekte, auch kinetische, kleine Installationen, auch Gegenstände mit Objektcharakter. Manche Künstler bringen Skizzenbücher gefüllt mit nach Hause oder lassen sich zu Cartoons anregen. Einiges aus dieser Fülle wird es zu sehen geben.

In einem so offenen Verein wie dem KuKuK wird eine Ausstellung erst recht sehenswert durch die persönlich sehr unterschiedliche „Handschrift“ der Künstler, die Maniera. Ferner durch bildnerische Experimente und Versuche eines neuen Blickes und dann natürlich durch den Einsatz verschiedener künstlerischer Mittel. Dabei kann auch das Alltägliche und Bekannte durch den Künstler neu wahrnehmbar werden. Laienhafte Fotografen reproduzieren oft die Klischees der Tourismuswerbung ohne es zu merken. Das ist mit dieser Ausstellung sicher nicht beabsichtigt.

Nicht nur Menschen, auch Tiere sind unterwegs zu beobachten, in dieser Ausstellung Vögel, Schafe, Schnecken, Elefanten, Gnus, Frösche, nicht zuletzt Insekten. 

Künstlerische Arbeiten zum Thema „Unterwegs“  können sich nicht nur auf Gesehenes beziehen. Unterwegs erlebt man sich auch selbst, also richtet sich der Blick des Künstlers möglicherweise auch nach innen, auf innere Bilder, auf Wahrnehmungen, die über das Sichtbare hinaus gehen, es verfremden, in neues Licht rücken oder gänzlich übersteigen. Unterwegs kann man nicht nur in die Weite schauen und von oben herab, sondern auch ganz nah herangehen, sozusagen mit der Lupe. Man lässt auch oft seine Gedanken spazieren. „Unterwegs zu neuen Leitbildern“  heißt ein Buch von Georg Picht….- 

Aber: Unterwegs sein heißt ja gar nicht unbedingt in die Ferne schweifen. Unterwegs sein kann man auch in dieser Ausstellung!