KleinKunst im KuKuK 2021


Am 8. Mai 2020 um 19.30 Uhr in der Kulturreihe „KleinKunst im KuKuK“ findet ein vergnügliches Abendprogramm aus Poesie, Theater und Chansons mit Helga Liewald und Achim Weimer statt. „Der Mensch, solange er noch lebt“ ist eine humorvoll-poetische Betrachtung des homo - optimistisch genannt - sapiens, wie er leibt und lebt und den Zug verpasst. Eingebettet in eine charmante Spielhandlung entfaltet sich auf der Bühne ein Reigen von Gedichten und Liedern, begleitet von Helga Liewald am Klavier.

 

Einmal Mäuschen in einer Kreativwerkstatt sein – diesen Einblick ins offene Künstlerherz gewähren dem Publikum „Judith“ (Liewald) und „Lysander“ (Weimer). Eben sind sie dabei, ein neues Stück über „den Menschen, solange er noch lebt“ zu entwickeln. Er schreibt, sie komponiert, beide springen in die scheinbar aus dem Moment heraus entstehenden Figuren. Es geht um Pizza, Politik und Semmelknödel, um einen Waldarbeiter, ein Gebet, um Liebe und Tod. Ein SUV stört die Konzentration, ein Banküberfall findet statt, das Publikum wird mitgenommen auf einen pittoresken Abendspaziergang.  Was davon soll auf die Bühne - und was in unser Leben? Da ist auch noch ein Telefon, das immer im ungünstigsten Moment klingelt. Unvermittelt führt das Stück zu einer Frage, vor der wir allzu gerne davonlaufen. Bis sie uns eines Tages einholt. 

 

Helga Liewald - Schaupielerin, Regisseurin, Sängerin, Lehrerin/Coach für Gesang und Sprechtheater, Chorleiterin, Kulturpädagogin - ist seit Jahren im Rhein-Main-Gebiet im Geschäft. Selber sagt sie, „unser Wunsch ist es, die Zuschauer zu erheitern, sie zu berühren und sie ins Zwiegespräch mit ihren Herzen zu bringen.“

 

Achim Weimer - Schauspieler, Regisseur, Autor, Trainer, Trauerredner – kommt ursprünglich aus Wettenberg-Wißmar. Er ist Gründer und Leiter des TINKO Unternehmenstheaters in Gießen. 

Für ihn soll „Theater die Zuschauer an eine innere Tür bringen, hinter der sie Antworten finden.“  

 

Der Eintritt ist 15€. Karten sind über kukuk@kukuk-wettenberg.de oder unter 0641-870159 erhältlich.

An dem Abend im KuKuK hat man auch die Möglichkeit, die Ausstellung „Farbenfest im Kukuksnest“ von Ulrike Kirschbaum, Bernd Rosenbaum von Sabine Schlaefke anzuschauen. 

 


Am Samstag, den 28. März um 19.30 Uhr tritt das „Multikulturelles Orchester der Universitätsstadt Gießen“ mit einem Benefizkonzert zu Gunsten „Musik statt Straße“ zum wiederholten Male im KuKuK auf. Das Ensemble um den bulgarischen Violinvirtuosen Georgi Kalaidjiev, das mit Interpreten aus drei Kontinenten eine buntgemischte Gruppe ergibt, gestaltet ein unvergessliches Musikerlebnis. Durch die zahlreich vertretenen Nationen entsteht eine musikalische Reise, die bis zum Ende des Konzerts spannend bleibt und stets für Überraschungen sorgt. Traditionelle Klänge treffen auf Folk, Tango, Klezmer und mitreißende Balkanrhythmen. Aus ihnen spricht pure Lebensfreude, Liebe und Sehnsucht. Tauchen Sie ein in die Welt fremder Kulturen und lassen sie sich tragen von unterschiedlichsten Klängen, die über Natur, Menschen, Tiere und vieles mehr erzählen. Lauschen Sie diesen Geschichten und genießen Sie die faszinierenden Orte, an die Sie das Orchester entführt.

Nicht zum ersten Mal spielt das Orchester für das europaweit einzigartige und höchst erfolgreiche Kinderhilfsprojekt „Musik statt Straße“, das Ghettokindern in Bulgarien einen Weg aus der Hoffnungslosigkeit weist. Dieses Hilfsprojekt wurde von Maria Hauschild und Georgi Kalaidjiev ins Leben gerufen, als nach dem Tod von Marias Vater, diese einen Umschlag voller Geld mit dem Hinweis des Verstorbenen „Für arme Kinder“ vorfand. Sofort wusste sie, dass der richtige Ort für den dieses Geld bestimmt sein sollte, das Ghetto „Nadeshda“ in Sliven, Bulgarien ist, der Heimatstadt von Georgi Kalaidjiev.

 

Im August 2019 hat „Musik statt Straße“ sein zehnjähriges Jubiläum mit einem Galakonzert in Gießen gefeiert. In diesen zehn Jahren konnten viele hundert Mädchen und Jungen aus dem Ghetto, denen es am Notwendigsten fehlt, Wertschätzung erfahren und Selbstvertrauen durch einen Zugang zu Musik und Kunst entwickeln. Sie erhalten warme Mahlzeiten, Nachhilfsunterricht, und bei Bedarf auch medizinische und psychologische Betreuung. Viele der ehemaligen Schüler haben es auf die besten Konservatorien des Landes geschafft.

 

Gekrönt wurde das Galakonzert von der beeindruckenden Bilderausstellung des Fotografen Rolf K. Wegst über das Projekt und die geförderten Kinder.

Aus dem letzten Wunsch von Marias Vater ist ein Projekt entstanden, das Kinder stark macht und ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Es gibt kaum etwas Besseres, wofür man sich einsetzen kann. Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

 

An dem Abend im KuKuK hat man auch die Möglichkeit, die Ausstellung „Fünf“ anzuschauen. KuKuK-Mitglieder Cornelia Holländer und Barbara Ritzkowski zusammen mit Liesl Haber, Elisabeth Springer-Heinze und Mechthild Veil zeigen Montagen, Collagen, Malerei, Leporellos, Foto-Grafik und Fotografien.